Amazing Discoveries


Mike: Hallo, ich bin Mike und ich begrüße Sie alle zu einer neuen Folge von Amazing Discoveries. Heute haben wir einen Gast extra aus England zu uns einfliegen lassen, John. Und John hat uns etwas mitgebracht. Willkommen, John!
John: Danke, Mike.
Mike: Was hast Du mitgebracht, John?
John: Nun Mike, ich hab hier etwas ganz besonderes. Etwas, worauf die ganze Welt gewartet hat.
Mike: Unglaublich, sag' uns schnell, was es ist!
John: Ich hab hier ein weißes viereckiges Material und ein Stöckchen. Sie werden sich jetzt fragen, "Was ist das nun schon wieder?"...
Mike: Ja, wir sind schon ganz gespannt, John. Spann' uns nicht länger auf die Folter!
John: Nun, Mike, wenn ich dieses Stöckchen über das weiße Material bewege, dann verfärbt sich dieses genau an jenen Stellen, wo das Stöckchen das weiße Material berührt hat.
Mike: Das ist ja unglaublich ...
John: Ja, aber das ist noch nicht alles, Mike. Wenn ich mit dem Stöckchen, das man übrigens einen Bleistift nennt, einen Buchstaben, so einen wie man ihn normalerweise auf seinen Computerbildschirm sieht, auf das Material zeichne, dann ...
Mike: Unglaublich, langsam begreife ich es. Also, wenn man mehrere Buchstaben nebeneinander zeichnet, dann kann man es sogar lesen, ohne einen Bildschirm zu benötigen.
John: Das ist tatsächlich so, Mike. Du begreifst es. Das Material nennt man übrigens Papier.
Mike: Unglaublich. Also, wenn das keine Amazing Discovery ist! Und man benötigt dafür überhaupt keinen Strom?
John: Nein, nein, Mike, fantastisch, nicht? Man braucht weder Batterien noch Akkus.
Mike: Junge, Junge, das ist ja unglaublich. Ha, John, Du hast es zugeklappt. Das kann ich mit meinem Notebook auch.
John: Nein, Mike, das ist anders, Du kannst es so oft falten, wie Du willst, bis es das gewünschte Maß hat.
Mike: Hey, Du hörst ja gar nicht mehr auf zu falten und es wird immer kleiner und kleiner. Jetzt passt es sogar in meine Brieftasche. Das ist ja ... Unglaublich, jetzt kann ich es immer bei mir tragen. Darf ich es mal festhalten?
John: Aber natürlich, Mike. Hier halt mal.
Mike: Das ist ja unglaublich, John, es wiegt beinahe nichts.
John: Das stimmt, Mike. Es ist 100 mal leichter als das kleinste Notebook.
Mike: Kein Akku, 100 mal leichter, unglaublich, ich träume.
John: Nein, nein, Mike, Du träumst nicht. Ich kneif' Dir mal eben in den Arm. Kleiner Scherz, Mike! Ha, ha, ha!  Schau, ich entfalte es wieder und ... pass' jetzt gut auf! ...
Mike: Aber, John, was tust Du jetzt? Nein, das geht doch nicht, Du zerreißt das Papier in zwei Teile.
John: Dieses Material ist so fantastisch, schau, Mike. Ich halte die zwei Teile aneinander und man kann es immer noch lesen.
Mike: Unglaublich, das sollte man mal mit einer Diskette probieren, ha ha ha. Aber was tust Du jetzt? Nein, tu's nicht! Nicht darauf herumtrampeln!
John: Keine Panik, Mike, schau' mal !
Mike: Unglaublich, und man kann es immer noch lesen! Stellt Euch vor Leute, wenn Ihr so auf Eurem Monitor herumtrampeln würdet! Unglaublich, was für eine Amazing Discovery! Aber sag mal, John, wie lange kann man das Papier aufbewahren?
John: Nun, viel länger als eine Diskette oder eine Festplatte, deren magnetische Eigenschaften im Laufe der Zeit abnehmen.
Mike: Unglaublich!
John: Aber das ist noch nicht alles!
Mike: Nein?
John: Du kannst es überall hin mitnehmen, Du kannst es sowohl bei hohen als auch bei niedrigen Temperaturen benutzen. Und wenn Du es nicht mehr benötigst, kannst Du noch immer Deine Nase damit putzen oder auf dem WC ... Du verstehst, was ich meine, Mike?
Mike: Ja, John, unglaublich! Sag' mal, aber das würde bedeuten, dass wir eines Tages überhaupt keine Computer und Notebooks mehr brauchen. Also, John, Du hast mich voll überzeugt! Nun, sagt mal selbst Leute, ist das nicht fantastisch?


(abgetippt von Anton Asche <anton.asche@mhinac.de>)
22. September 2000